Manuela de Buhr   

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Ein Mann stürzte mich in eine tiefe Krise

Gepostet am 28. April 2015 um 20:15

Wie ein Mann mich in die tiefste Krise stürzte - oder besser – wie ein Mann meine, vor mir selbst versteckten, Tragödien aufdeckte

Meine große Tochter verbrachte von August 2012 bis Juni 2013 eine Zeit auf einem Pferdehof in einem kleinen Ort in Österreich. Sie lebte dort mit einer Frau und deren beiden kleinen Söhnen und jede Menge Tieren zusammen. Kümmerte sich um die Kids und die Tiere und zum Freundeskreis dieser Frau gehörte ein Mann. Nennen wir ihn einmal Andreas. Andreas verstand sich so gut mit meiner Tochter, dass es zwischen ihnen ein „running gag“ wurde, dass sie ihn Vati nannte und er sie seine Große. Sie haben viel miteinander geredet und entdeckten, dass sie beide spirituell sind. Ich habe mit meiner Tochter in dieser Zeit viel über das Internet kommuniziert, auch über Facebook. Und dort begegnete ich Andreas dann auch. Sein Foto, seine Augen sprachen mich an. Er war einiges jünger, hatte zwei kleine Kinder und war geschieden.Wir schrieben viel miteinander und was uns verband habe ich nicht wirklich gewusst aber ich vermutete, dass es auf energetischer Ebene etwas gab. Im Mai 2013 bin ich dann zu meiner Tochter geflogen und habe sie für eine Woche besucht, wo ich dann auch ihm begegnet bin. Er holte mich vom Bahnhof ab. Mit drei roten Rosen. Tja, da waren Gefühle aber es fühlte sich alles seltsam an. Abgesehen davon, dass er überhaupt nicht mein Typ war, hatte er was. Wir hatten weiterhin sehr viel Kontakt und er brachte im Juni dann meine Tochter zurück nach Deutschland und blieb ein paar Tage hier. Danach brach ich diesen Kontakt ab.

Das alles klingt ziemlich normal. Aber was in mir drin ablief war kaum zu ertragen. Kaum zu beschreiben. Ich hatte in dieser Zeit einen Augenblick der Angst. Es war die Angst ihn zu verlieren. Wo diese Angst herkam wusste ich nicht. Es war der Bruchteil einer Sekunde. Und in mir drin brach die Dunkelheit aus. Schmerz. Seelischer und körperlicher Schmerz. Ich hatte einen Kloß im Hals. Das Gefühl, jemand drückt von außen meinen Kehlkopf ein, ich hatte teils das Gefühl zu ersticken. Das seltsame war nur, dass in dem Moment wo ich mich schlafen legte, alles weg war. Ich hatte Schmerzen im Knie. Ich konnte es nicht mehr beugen. Knien war nicht möglich für mich. Im Rücken hatte ich Probleme, Schmerzen. Und das allerschlimmste waren diese Gefühle. Trauer. Schmerz. Angst. Und von allem so viel, dass ich dachte ich bin depressiv oder so etwas in der Art. Während der Woche bei meiner Tochter führte sie mich an einen Bach in der Nähe des Hauses wo sie wohnte und meinte zu mir: „Mama, irgendwas hast du hier mit diesem Ort zu tun“. Als ich an diesem Bach stand wusste ich was. Meine Tochter war in einem früheren Leben tatsächlich das Kind von Andreas und mir gewesen und mir beim Wäsche waschen am Fluss ertrunken. Ihr Seelenanteil war immer noch dort. Ich bin an diesem Platz fast zusammengebrochen vor Schmerzen in meinem Herzen. Diese ganzen körperlichen Symptome waren hartnäckig. Immer präsent. Dies alles für ein halbes Jahr!! Für mich das gefühlte längste halbe Jahr meines Lebens. Nach und nach begriff ich, was passiert war.

Ich habe in verschiedenen Leben meinen Schmerz, meinen Kummer und meine Tränen weggeschlossen. Und den Schlüssel hatte ich wohl Andreas gegeben. Er öffnete die Schubladen und alles stürzte mit einem Mal auf mich ein. Er war nicht mein Spiegel, sondern mein Schubladenöffner.

Ich habe Termine gemacht bei Heilern die ich kenne. Habe Seminare besucht, Z. B. Heile dein inneres Kind. Ich habe Wochenenden weinend auf der Couch verbracht. Ich habe mich zurückgezogen von Freunden, die natürlich nicht wussten was los war. Ich konnte es selbst nicht erklären aber beschreiben… Ich habe in dieser Zeit einiges an Geld ausgegeben für Hilfe aus dem Außen aber im Endeffekt lag die Lösung im Durchschreiten und Annehmen all dessen was da war in mir an Schmerz, Trauer und Tränen. Ich habe allerdings einige Puzzlestücke, Anstöße aus dem Außen bekommen und nach und nach begriff ich. Was Andreas getan hat. Warum er es getan hat. Wie er es getan hat. Und dass er es für MICH getan hat. Mit all dem herauslassen des Schmerzes wurde ich ein Stück weit heiler. Immer mehr. Ein riesengroßes Stück heiler. Ich begriff, dass ich mich selbst nie geliebt habe. Meine größte Aufgabe: Meine Selbstliebe. Dann meine Macht. Was hatte ich Angst meine Macht anzunehmen. Ich arbeite immer noch daran…Und dann die ganzen Ängste, die da hochkamen. Viele wohl aus alten Leben, viele aus diesem. Mein inneres Kind, das wollte, dass ich mich um es kümmere. Es war konstante Arbeit an mir selbst. An meinem Herzen. Mit meiner Seele. Heute fühle ich mich freier, besser, heiler, geliebt…. Wirklich beschwerdefreie Tage hatte ich so etwa im Oktober/November 2013. Im Dezember begann ich meine Ausbildung zum Authentic Life Coach, bei dem ich lernte, wie ich mich leben kann. Mein Inneres heilen kann. Ich habe Werkzeuge in die Hand bekommen, die mir jetzt helfen, sobald eine solche Situation in meinem Leben auftaucht, die angeschaut und geheilt werden möchte. Ich bin überzeugt davon, dass Andreas ein Seelenverwandter von mir ist. Vielleicht kein enger. Aber doch so nah, dass er in Liebe meine Schubladen aufzog. Kontakt haben wir keinen mehr. Das wozu wir uns verabredet hatten, haben wir getan.

 DANKE

 

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