Manuela de Buhr   

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Was bin ich "wert"?

Gepostet am 25. Juli 2015 um 0:25

Was bin ich „wert“?

Ich habe gelernt, was ich „wert bin“. ALLES!

Vor einiger Zeit habe ich einen Satz gehört, der mich dazu gebracht hat, darüber nachzudenken. Nicht, dass ich an meinem Wert gezweifelt hätte, aber die Absurdität, die sich da für mich auftat, hallt immer noch nach.

Vor zwei Tagen hatte ich ein langes Gespräch mit meiner kleinen Tochter. Über die Liebe, Männer, Anziehung, Partnerschaft….

Und sie erzählte mir, dass sie vor einiger Zeit bei der Tochter meines 2. Ex-Mannes war. Mit ihr hat sie ein sehr gutes Verhältnis.

Mein zweiter Ex-Mann ist meine DS. Und seine Tochter erzählte ihr, dass er ihr folgendes gesagt hat: „Manuela ist zwar eine tolle Frau, aber V. hat halt das Geld“.

Mir ist so ziemlich alles aus dem Gesicht gefallen aber sie beteuerte, dass seine Tochter gesagt hat, dass das kein Witz war. Er hat dies ernst gemeint. Absolut.

Und natürlich weiß ich, dass dies einfach nur seine Einschätzung und Wertschätzung allem gegenüber wiederspiegelt. Für ihn zählte nur, wieviel und was hab ich, welches Auto hab ich, wie wohne ich, mit welchen (wohlsituierten) Menschen umgebe ich mich, was stelle ich dar, in meinem Job und privat. Als es wieder einmal auf eine Versöhnung hinauslief vor ein paar Jahren, da meinte er zu mir, ich müsse, wenn wir mit „seinen“ Leuten zusammenträfen, ja nicht über meine spirituelle Ader und Arbeit reden. Dafür hätte ich ja schließlich meine „Kreise“. Das hat mich damals verletzt. Aber ich gebe zu, damals habe ich das akzeptiert und abgenickt. Tja, die Erfahrung der Selbstliebe, des Selbstwertes und Selbstvertrauens kam erst mit der Trennung von ihm….

Wenn ich aber nun darüber nachdenke, dass diese Frau mehr „wert“ ist weil sie Geld hat, erweckt das in mir wirkliche echte Ungläubigkeit. Wie kann man so denken? Wie kann man meine Liebe, meine Seele dem Geld unterordnen?! Irgendwie fehlt mir dafür das Verständnis.

Es trifft mich nicht im Herzen, aber die Thematik an und für sich beschäftigt mich, da es mir für mich schwer nachvollziehende Denk- und Lebensweisen zeigt. Natürlich weiß man, dass es das gibt. Natürlich kennen wir alle die Menschen, die sich über das Haben definieren. Ich war nie so. Auch wenn selbst uralte Freundinnen mir dies während der DS Beziehung nachsagten. Den Kontakt habe ich seinerzeit aber auch abgebrochen. Es hatte mich zutiefst verletzt, das aus dem Mund von jemand zu hören, der mich 18 Jahre kennt. Jemand, der mich kennt und so einschätzt ist meiner nicht wert. Ist meiner Freundschaft und meiner Seele nicht wert.

Dies ist aber ein ganz normaler Entwicklungsprozess denke ich. Mit meiner Bewusstwerdung wurden einige Menschen weggespült aus meinem Leben. Teils einfach so, teils wurde der Kontakt bewusst von mir abgebrochen.

Ich werde meine DS natürlich so an seinem Platz stehen lassen, wie und wo er ist. Es ist sein Leben und seine Entscheidung. Im Innen bin ich ihm völlig neutral gegenüber obwohl ich immer noch die All-umfassende-Liebe für ihn habe im Herzen. Diese hat aber nichts, absolut gar nichts mit der Liebe zwischen Liebenden zu tun und gemeinsam. Diese Zeit ist vorbei.

Dieser „Vorfall“ hat mich jedoch bestätigt und bekräftigt in allem was ich jetzt denke, lebe und fühle. Ich weiß, dass ich mit der ZS, mit der ich jetzt mein Leben teile, glücklich bin, egal wie und wo wir leben. Egal, was wir haben und sind.

Wir lieben uns dafür wie unsere Seele ist, wie wir strahlen, uns in die Augen schauen und dieses unglaubliche Vertrauen und diese unbeschreibliche Liebe und Verbundenheit leben. Nur der, der wahre Liebe lebt, bedingungslos, kann dies nachempfinden. Das, wonach wir uns so viele Jahre gesehnt haben, haben wir in uns im letzten Jahr gefunden. Erkannt.

Und alles Geld dieser Welt kann das nicht kaufen.

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