Manuela de Buhr   

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Stehenbleiben

Gepostet am 10. November 2015 um 11:00

 

Vor kurzem habe ich wieder einmal gelesen, dass viele irgendwann auf Ihrem Weg stehenbleiben. Sei es für eine kurze Pause oder auch für länger, manchmal auch für immer. Was geht in Menschen vor, die stehenbleiben?

Das habe ich mich gefragt und ich glaube, es gibt so viele Gründe dafür wie es Menschen gibt. Und was mich ganz besonders beschäftigt hat ist die Frage, was definiert man als stehenbleiben auf dem Lebensweg, dem Herzensweg? Ist es einfach ein ankommen? Fühlt man sich vielleicht wohl, so wie es gerade ist? Der passende Mann, der passende Job, in voller Gesundheit, frei von finanziellen Sorgen, die Kinder laufen alleine? Ist das bereits ein stehenbleiben auf dem Lebensweg? Vielleicht ist ja nicht für jeden vorherbestimmt, dass er diesen energetischen Weg bis zum „Ende“ (wie auch immer das aussieht :)) geht?! Vielleicht hat der ein oder andere ein „Genuss-Leben“ in seinem Seelenplan stehen?!

Und wenn ich nun denke ich habe genug gelernt, mache hier und da eine Meditation ohne ins Außen zu gehen, ohne Werbung, DASEIN für Freunde … ist das schon ein Halt? Eine Bremse meiner Entwicklung?

Grundsätzlich höre ich auf meinem Weg immer wieder, dass wir jederzeit die freie Wahl haben. Wir Entscheidungen treffen können für dies, gegen das, für jenes. Und dann kommt plötzlich die Seele, schickt einem Schmerzen und macht krank. Wo ist das eine freie Wahl? Ich habe auch in Büchern gelesen, dass der, der sich gegen den Weg seiner Seele entscheidet eben gehen wird. Durch Tod durch Krankheit, Unfall oder ähnliches. Setzen wir uns damit nicht selbst unter Druck? Ist es selbst kreiert? Werden wir im Außen manipuliert mit diesen Dingen? Ich lese einige Bücher wo diese Thematik öfter mal auftaucht, ist das nun schlecht? Ich nehme natürlich nicht alles an, hinterfrage vieles, spüre die Wahrheit in einigem, und identifiziere mich mit dem ein oder anderen. Den Rest lasse ich einfach so stehen. Es ist dann halt nicht meins.

Es gibt auch Menschen unter uns, die möchten gar nicht stehen bleiben. Die sind mit Herzblut dabei und dann kommt die Angst. Tief sitzende Angst. Angst aus vergangenen Inkarnationen, in denen wir alle schon verbrannt wurden, geächtet, geblendet, verachtet und ach so manigfaltig dafür bestraft wurden, dass wir diese Seite unseres Seins so lebten. Als Kräuterhexe, als Seherin, als Priesterin, als Heilerin…. Von der Kirche verfolgt und gebrandmarkt. Das sitzt tief und viele verlässt der Mut auf diesem Weg. Die Ängste können Ausmaße annehmen, dass manche völlig dicht machen. Alles aufgeben. Sich selbst verleugnen. Sich aus dem Außen zurückziehen. Und sogar den Kontakt zur geistigen Welt kappen.

Ich kann das nachvollziehen, habe auch ich Ängste verspürt. Ein knappes Jahr habe ich Angst um Angst angeschaut und, auch mit Hilfe, geheilt. Leben sind hochgeploppt bei mir, Bilder, was mir angetan wurde, wie ich bestraft wurde für das was ich bin.

Ich habe vollstes Verständnis für die Menschen, die sich diesen Ängsten nicht stellen. Die sich ohnmächtig fühlen. Hilflos dieser Macht gegenüber. Denn diese Ängste üben eine Macht aus auf den Menschen. Und ich wünsche jedem dieser Seelen die richtigen Menschen an die Seite, die ihnen beistehen, sich diesen Ängsten zu stellen. Die ihnen Handwerkzeug an die Hand geben, selbst aktiv zu tun. Auch das ist wichtig. Keiner kann stillhalten und machen lassen und erwarten, dass andere ihre ganzen Ängste in Luft auflösen. Hierzu gehört Eigeninitiative und auch Eigenverantwortung. Und wenn man sich diesen Ängsten stellt, Stück für Stück, merkt man, wie Licht zurückkehrt. Man merkt, dass man nicht ohnmächtig ist.

Aber es gibt natürlich auch Menschen, die das alles nicht so wirklich ernst nehmen. Ein bisschen meditieren hier, ein bisschen lesen dort. Aber im Großen und Ganzen gar keine Lust darauf haben, denn es bedeutet natürlich Arbeit. Arbeit mit und an sich selbst. Es werden Entscheidungen fällig. Vielleicht bricht das bequeme aber eben geheuchelte Leben zusammen. Der Partner, den man eigentlich gar nicht mehr liebt und bei dem man aus Gewohnheit und Bequemlichkeit geblieben ist. Die, wenn es im Rücken zwickt, eine Tablette nehmen und sich nicht fragen, was könnte dafür der Auslöser sein. Was habe ich getan, gesagt, bevor der Schmerz aufgetreten ist. Habe ich an jemanden gedacht, habe ich mich geärgert, habe ich eine Person getroffen. Das kann anstrengend sein.

 

Es gibt auch Menschen, denen einfach der Gedanke an eine spirituelle Entwicklung missfällt. Vielleicht Angst vor dem was kommen könnte. Angst was sagen die Leute. Angst vor dem was man nicht sieht. (vorerst) Und diese Leute haben ja eh einen Schatten. Walle-halle Röcke … übrig gebliebene Hippies… Schubladendenken halt. Trotz dem ein oder anderen „Beweis“ den es zweifelsohne gibt, wird der ganzen Sache eher misstraut. Man stürzt sich lieber in Arbeit. Kümmert sich um alles aber nicht um sich selbst. Man tanzt auf allen Hochzeiten, nur die eigenen Wünsche und Bedürfnisse werden völlig verdrängt. Dies funktioniert bis zu einem gewissen Grad ja auch. Hat die Seele davon genug, meldet sie sich umgehend beim Menschen. Es gibt die ersten Ermahnungen in Form von Schmerz. Dies gibt es in den unterschiedlichsten Intensitäten. Und wenn man aufmerksam seinen Körper beobachtet, kann man Zusammenhänge erkennen. Der eine beginnt immer bei dem gleichen Thema an zu humpeln, dem anderen läuft die Nase, der nächsten bleibt die Stimme weg, und die nächste bekommt Durchfall. So gibt einem der Körper Hinweise darauf, wo es grad mal wieder hakt. Es erfordert jedoch Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber. Selbstreflektion ist hier sehr wichtig.

 

Manche haben Angst vor der eigenen Macht. Viele von uns haben in Inkarnationen Machtpositionen bekleidet. Wir haben sie benutzt um Gutes zu tun und wir haben unsere Macht auch missbraucht. In vielfältigster Weise. Auch das kann ein Grund sein, warum Menschen zwar tun aber sich nicht wirklich weiterbewegen auf ihrem Weg. Was passiert, wenn ich tatsächlich die Macht habe, zu heilen. Zu sehen. Vorauszusehen. Hören, was Gott und die Engel sagen. Sehen, was die Menschen tatsächlich tun. Ich denke, dass auch diese Gaben Angst machen können. Was ist, wenn ich diese Macht dann für mich selbst einsetze? Missbrauche ich sie damit schon? Inwieweit ist das noch okay? Wenn ich diese Gaben manipulativ einsetze, was passiert dann? Werde ich gewissenlos? Werde ich rücksichtslos? Auch diese Art Angst hält Menschen auf ihrem Weg zurück.

 

Oder man ist auf seinem Weg, mehr oder wenig gleichmäßig und plötzlich kommt z.B. ein Kind auf die Welt. Man trifft die Liebe seines Lebens. Man entdeckt ein neues zeitintensives Hobby und man fokussiert die gesamte Aufmerksamkeit auf das Neue, Schöne im Leben. Man genießt das Glück. Die Liebe. Den Erfolg. Was auch immer an wunderbaren Dingen in unser Leben kommen kann, es kann bewirken, dass wir ein stückweit unseren Weg aus den Augen verlieren können. Selbst wenn man gelernt hat, bei sich zu bleiben, auch dann kann es passieren, dass das Glück Ablenkung bringt. Dies funktioniert meist eine Zeit lang, bis die Seele anklopft und erst leise anfragt. Und je nachdem wie abgelenkt man so ist, hört man früher oder später sein Inneres anklopfen. Manchmal auch hier über die Körperlichkeit in Form von Schmerzen. Grundsätzlich gönnt sie uns ja unser Glück und unsere Liebe aber unsere Bestimmung wartet und unsere Seele macht uns darauf aufmerksam. Auf ihre Art, bzw. die Art, die du dir vorgenommen hast für dieses Leben.

 

Aber unsere himmlischen Begleiter warten ja auf uns. Sie sind bei uns. Geduldig. Gütig. Immer bereit loszulegen, uns zu helfen und zu unterstützen bei unserem Weg zurück auf unseren Weg. Auf unserem Weg in unsere Bestimmung.

 

 

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