Manuela de Buhr   

  Heilschreiberin        *        Seelen-Öffnerin        *        Herz-Öffnerin          *          Energie-Kanal 

Blog

Warum ist es so schwer für einige Menschen, Andere in ihrem Sein und ihrem Glauben einfach stehenzulassen?

Gepostet am 27. Juni 2017 um 6:55

Warum wird mit Steinen geworfen und geurteilt oder sogar verurteilt? Warum ist es so schwer für einige Menschen, Andere in ihrem Sein und ihrem Glauben einfach stehenzulassen?

Gerade ist dieses Thema wieder einmal sehr präsent in meinem Leben, jedoch in einer wesentlich ausgeprägteren Form, als es bisher der Fall war.

Ich wurde als Baby katholisch getauft, ging zur Kommunion und Firmung. Ich habe beim ersten Mal katholisch geheiratet und meine Kinder auch katholisch taufen lassen etc. Dieses praktizieren der „normalen und akzeptierten“ Religion wird von allen Seiten angenommen. Es gibt dort keine blöden Kommentare, Bemerkungen oder auch Anfeindungen. Das ist einfach so normal. Keiner denkt darüber nach, wenn er den Glauben seiner Eltern und anderen Verwandten einfach mal so übernimmt und mit der Muttermilch eingeflößt bekommt. Man läuft blind hinterher. Ein Schäfchen in der großen Gemeinde der Schafe. Brav und anständig läuft man in die Kirche und glaubt das, was einem jemand erzählt, der angeblich von Gott dazu befähigt wurde. Ich würde sagen, er hat sich für Gott entschieden und ein Vorgesetzter der Kirche hat ihn in diesen „Beruf“ ernannt. Ist dieser Mensch tatsächlich befähigter den Kontakt zu Gott zu vermitteln als jeder Einzelne von uns, der Gottes Funken in sich trägt??

Meines Erachtens nicht. Aber wie viele erlauben sich ein Urteil über uns „Esoterik-Tanten“, die wir uns einfach diesem aufoktroyierten Glauben der Massen irgendwann einmal kritisch gegenübersehen und in Frage stellen, woran die Schäfchen so alle glauben?! Woran auch wir selbst geglaubt haben?

Warum ist ein Mensch, der einer Religion folgt im Glauben, er darf urteilen und richten über einen anderen Menschen, der seinen Glauben nicht teilt? Warum akzeptiert er einen, der an Buddha oder Mohammed glaubt, aber jemand wie ich, der einfach an die Existenz von Gott, seinem Sohn Jesus und all die Engel und Wesen glaubt, wird verurteilt?! Warum schmeißt manch einer mit Steinen, wenn er doch selbst im Glashaus sitzt?

Was predigt die „normale“ Kirche? Nächstenliebe? Achtung deines Nächsten? Wie weit ist es mit der Nächstenliebe eines Menschen, wenn er gleich die Hexenjagd eröffnet?

Ich vertrete die Meinung, jeder darf seinen Glauben haben und leben aber bitte schön, wo bleibt denn diese Freiheit für mich? All die frommen Schäfchen, die die Treibjagd bis zum Schafott vorantreiben, wo bleibt diese im Christlichen verankerte Liebe und Freiheit für deinen Nächsten?

Ich bin nicht eines Morgens aufgestanden und habe beschlossen, ab heute bin ich nicht mehr katholisch. Nein. Es war ein Prozess. Eine Entwicklung meiner Person, hinter die Dinge zu schauen und keine Angst zu haben, was dort vielleicht ans Tageslicht tritt.

Ich habe Engel gesehen, ich habe Filme vor meinen Augen laufen sehen, wenn die Geistige Welt meinte, ich solle es sehen, ich habe Menschen des Nachts an meinem Bett stehen gehabt, ich darf mit meinen Händen Menschen helfen, ich fühle Seelen Verstorbener wenn sie bei mir sind, ich fühle Neid wenn er mir entgegengebracht wird als Schmerz in meinem Körper, ich rieche Ängste, wenn Menschen zu mir kommen auf meine Liege. Das alles hat sich einfach so in meinem Leben entwickelt und ich weiß, das ist nichts Besonderes, weil jeder Mensch, jeder Einzelne, diese Gabe hat, wenn er denn JA dazu sagt. Auch die, die da mit Steinen schmeißen.

Viele die hier urteilen und verurteilen kommen vielleicht irgendwann in eine Situation in ihrem Leben, die sie vielleicht umdenken lässt. Vielleicht suchen sie den Kontakt zu Gott in einer Kirche. Vielleicht aber öffnen sie sich auch für die Begegnung mit Gott in sich. Dafür brauchen sie mich nicht. Welche Anmaßung wäre das. Aber es gehört ein wenig Mut dazu, sich dieser Welt zu öffnen, denn manchmal tut es weh, es macht Angst und es verändert das ganze Leben. Eine ganze Weltanschauung kann mit einem Wisch über Bord geworfen werden. Einfach so. Und glaubt mir, das geht verdammt schnell.

Vor 2009 glaubte ich an all die „normalen“ und von der Gesellschaft akzeptierten Normen und Vorstellungen von Leben und Religion. Das kann jeder, der mich von früher kennt, bestätigen. Ich war eine ganz „normale“ Frau. Bis zu dem Tag, der mein Leben veränderte. Und ich denke, ich würde den Weg wieder gehen, denn das, was ich da leben darf, ist so reich an allem. Es waren harte Zeiten dabei und jeder, der diesen Weg der Bewusstwerdung geht, wird bestätigen, dass es Zeiten gibt, wo man nur noch heulen möchte und alles in die Ecke werfen könnte. Wenn man am Boden liegt und Gott anschreit, warum es so weh tut und was er da von einem will. Verzweiflung gehört genauso zu diesem Weg wie die unendliche Liebe Gottes in den Momenten, in denen man aus dem Herzen heraus diese Liebe fühlt. Die für all diese Momente der Trauer, Wut, Verzweiflung entschädigt und einen dann doch wieder weitergehen lässt auf diesem Weg.

Wie oft bin ich vom Weg abgekommen, wenn ich meinen Fokus von mir selbst weggenommen habe in meinem Leben. Aber all diese Dinge gehören dazu um zu begreifen, wo der Weg ist.

Seit ich den Weg der Bewusstwerdung beschritten habe glaube ich stärker und tiefer an Gott, Jesus, Maria und all seine Helfer, als ich es vorher je getan habe. Mein Glaube ist einem inneren Wissen gewichen. Für mich WEISS ich, all das gibt es. All das ist meine Realität. Und natürlich kann ich verstehen, wenn diese, meine Realität, anderen Angst macht oder sie es nicht nachvollziehen können. Aber warum urteilt man dann über mich????

Ich versuche niemanden zu überzeugen. Ich laufe nicht von Tür zu Tür und ich missioniere nicht. Aber der, der mich fragt, bekommt Antwort. Ich erzähle gerne von meinen Erlebnissen, meinem Glauben, der Existenz von Gott, den Engeln und auch der Elfen. Denn ich fühle sie. Ich sehe sie teils und für mich sind sie Realität. Sie sind Teil meines Lebens und das Einzige, was ich mir wünsche, ist, mich so sein zu lassen wie ich bin. Man muss nicht an das glauben, an das ich glaube. Man muss nicht mir nacheifern oder auch meine Ansichten teilen. Aber Akzeptanz sollte doch wohl im Bereich des Machbaren liegen. Jeder friedliche Muslim wird im Glauben akzeptiert, dort wird um Verständnis gebeten oder sogar gefordert. Warum kann man das dort und bei mir nicht? Weil ich an keine Institution glaube, die von Menschen erfunden bzw. gegründet wurde?! Anscheinend ist es so, anders kann ich mir nicht erklären, warum Menschen mit Steinen schmeißen. Vor allem wenn es Menschen sind, die mich vielleicht 5-6 Mal in ihrem Leben getroffen haben und sich dabei noch nie die Mühe gemacht haben, mich kennenzulernen. Wie ich bin, wer ich bin. Ich bin ein genauso wertvoller Mensch wie der, der in die Kirche geht. Ich bin liebevoll, loyal, hilfsbereit, lache gerne und stehe genauso auf hübsche Sachen wie jede andere Frau. Aber – ich glaube an Gott. Den gleichen Gott wie der, der in die Kirche läuft. Nur, dass ich keinen Mittelsmann mehr brauche, da ich den Zugang in mir gefunden habe. Den Zugang, den jeder hat, wenn er denn dann den Mut hat zu sagen, ja ich will Gott und all seine „Leute“ sehen, fühlen, hören. Ja sagt, zu der Entwicklung hin zu dem göttlichen Wesen, welches jeder Mensch ist auf dieser Welt. Der schlimmste Verbrecher und der gläubigste Christ. Ich glaube an all das, an das die Christen auch glauben. Außer daran, dass ich Menschen brauche, die für mich vermitteln. Warum soll ein Priester einen besseren Draht haben zu Gott als ich? Weil er die Bibel, ein von Menschen geschaffenes Werk beherrscht? Weil er in einer Kirche predigen darf, die von Menschen gebaut wurde? Weil er dieses Amt von Menschen verliehen bekommen hat, die selbst von Menschen ernannt wurden?

Bitte nicht falsch verstehen. Es geht mir hier nicht darum, den Glauben anderer in den Dreck zu ziehen. Es geht mir darum, dass mein Glaube das gleiche wert ist, wie der Glaube meines Nachbarn und ich als Mensch nicht schlecht bin, weil ich nicht an die Institution Kirche glaube, sondern an Gott selbst. Wobei ich denke, dass das wohl für ganz, ganz viele Menschen gilt.

Es verletzt mich nicht, dass jemand mit Steinen nach mir schmeißt, der mich nicht kennt. Es ist eher ein Gefühl von Fassungslosigkeit. Fassungslos, wie schnell man in eine Schublade gesteckt wird, auf der Außen so etwas steht wie „Esoterik-Tante“, „Freak“, „gefährlich“ oder „verrückt“. Ja, meine Wahrheit hat sich in den letzten 8 Jahren tatsächlich verrückt. Oder vielmehr ist sie verrückt worden. Von den Erlebnissen in meinem Leben. Von all den Dingen, die plötzlich geschehen, wenn man sich öffnet für Gott und die Engel.

Wie oft fragen mich Menschen interessiert aus, weil dieses Thema für sie faszinierend ist und wie oft kommt im Laufe des Gesprächs plötzlich nicht nur ein Verstehen, sondern man erzählt mir von Erlebnissen, die der- oder diejenige selbst hatte. Ganz oft haben Menschen Erlebnisse in ihrem Leben, die sie nicht einordnen können und nach einiger Zeit als eigenes Hirngespinst abtun. Weil – was sollen die Leute denken. Oder vielmehr, was denkt man selbst von sich selbst? An Intuition und Bauchgefühl glaubt jeder. Auch daran, dass man an jemanden denkt und plötzlich ruft derjenige an. Alles Zufall? Nein, das Gesetz der Resonanz. Und Bauchgefühl und Intuition sind große Geschenke für uns, die wir trainieren können für uns. In der Kirche glaubt man an Gott, Jesus und die Engel, aber wenn ich sage, es gibt sie tatsächlich, ist das schlecht oder strange?

Ich finde es einfach schade, in einer Schublade zu landen, in die mich Menschen stecken, die meine Person selbst, mein Herz und meinen Charakter überhaupt nicht kennen oder interessieren.

Oder ist es vielleicht die Angst? Angst hinter die Dinge zu schauen und vielleicht etwas zu erkennen? Angst, dass etwas passieren könnte, was ihre Weltanschauung ins Wanken bringt? Angst, dass es tatsächlich Dinge gibt, die man nicht erklären kann?

Ich weiß es nicht, aber es ist mir jetzt auch egal, warum das jetzt passiert und warum man das so macht und das einzige, das ich mir wünsche von den Menschen, lasst mich und andere Menschen doch einfach sich selbst sein, so wie ich euch sein lasse, wie ihr seid.

 

Kategorien: Keine